Eine Warft?

Schon vor 2.000 Jahren berichtete der römische Chronist Plinius nach einer Reise in den Norden von einem eigenartigen Volksstamm, der auf Hügeln am Meer lebte. Er meinte damit die zum Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten von den Bewohnern der Marsch aufgeworfenen Wohn-, Schutz und Zufluchtsstätten, den Warften.

In Nordfriesland nennt man sie “Warften”, in Dithmarschen “Wurten”, außerhalb Schleswig - Holsteins Terpen, Wierden (Niedersachsen) sowie in Dänemark “Vaerfter”.


An der Westküste entstanden die ersten um etwa 50 nach Christi Geburt. Im ersten Jahrtausend wurden die Wurten und Warften nur langsam mit Mist und Klei erhöht. Seit dem 11./12. Jahrhundert wurde nur noch mit Klei - also dem tonigen Marschboden - erhöht, weil aufgrund der höher auflaufenden Sturmfluten die Wurten und Warften schnell erhöht werden mußten. Die letzten Warften entstanden im 19. Jahrhundert auf den nordfriesischen Halligen.
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